Die Idee, sich auf die Schulung und Ausbildung von Rettungsdiensten zu konzentrieren, kam dem RiVR-Team nach einem Treffen mit Paul Speight von der Feuerwehr Leicestershire auf der Messe "UK Emergency Service" im Jahr 2016. Dort stellte Speight seine 360°-VR-Filme zum Thema Straßensicherheit vor. Ein Jahr später konnte RiVR bereits eine Reihe von Demos auf der Emergency Services Show im NEC in Großbritannien vorstellen.
Neben der engen Zusammenarbeit mit Feuerwehren in Großbritannien arbeitet RiVR auch mit dem Home Office Centre for Applied Science and Technology (CAST) und dem britischen Militär zusammen, um maßgeschneiderte VR-Trainingsprogramme zu entwickeln.
Workflow: VR-Training für Brandermittler
In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Leicester unternahm RiVR mehrere Forschungstrips zu verschiedenen Orten, um Innen- und Außenumgebungen zu erfassen. Am Ende kamen so über 1.150 Fotos zusammen. Individuelle Objekte wie Feuerwehrautos und Rettungsausrüstung wurden später in der Nachbearbeitung in die Umgebungen integriert.
Die Rekonstruktion eines Einsatzorts in RealityScan wurde zuerst mit normalen Einstellungen vorgenommen. Nach Vervollständigung der Objektdatei und der Texturen kam 3D-Modellierungssoftware zum Einsatz, um das Mesh zu optimieren. Die Umgebung wurde dann in RiVRs Software-Engine importiert, wo Navigationspunkte, interaktive Objekte und die Geräuschkulisse integriert wurden, um ein wirklich überzeugendes VR-Erlebnis zu erschaffen.
Die Verarbeitung der Hauptumgebung in RealityScan dauerte einige Stunden. Die Nachbearbeitung und Optimierung der Umgebung für den Einsatz in einem virtuellen Umfeld fand mit einem HTC Vive statt und dauerte ein ganzes Stück länger.
Harvey sagt dazu, dass die Möglichkeit, solche Umgebungen in wenigen Stunden statt Wochen in VR einsatzbereit zu haben, eine absolute Revolution ist. "Mit RealityScan haben wir solche Umgebungen nicht nur schneller einsatzbereit, sondern die ganze Arbeit daran ist auch leichter und es ist nur noch eine Person nötig und nicht mehr ein ganzes Team", schildert er. "Die Ergebnisse haben dank ihrer hohen Qualität und Detailliertheit fotorealistischen Charakter und wirken nicht so künstlich wie eigens erstellte Assets."
Ziele für Rettungsdienste und VR
Ben Hermer, Geschäftsführer von RiVR, sagt, das Unternehmen plant, die Schulung und Ausbildung von Rettungsdiensten zu revolutionieren. Trainingsteilnehmende sollen die Möglichkeit bekommen, an realistischen virtuellen Orten effektiv und sicher trainieren zu können.
"Wir sind von VR felsenfest überzeugt und glauben, dass sie die Zukunft von Schulungen und Ausbildung in allen Branchen ist", erklärt er. "Die Vorzüge und immersive Natur des fotorealistischen Trainings, die Kosteneinsparungen und die umfassende Zugänglichkeit geben VR-Training große Vorteile im Vergleich zu traditionellen Trainingsverfahren."
Über RiVR
Reality in Virtual Reality ist ein führender Entwickler fotorealistischer Erlebnisse in virtueller Realität. Das interdisziplinäre Team besteht aus führenden Köpfen aus unterschiedlichen Branchen, darunter Schulungsexperten, AAA-Spieleentwicklern, früheren Polizisten, Kameraexperten und VR-Technologieexperten.