Chaga-Pilze wachsen auf Silberbirken.

Spotlights

12. Dezember 2025

Wie RealityScan Mobile bei der Pilzvermessung für Präzision sorgt

Fotogrammetrie

KÄÄPPÄ BIOTECH

Visualisierung

Seit Jahrhunderten verwenden die Völker Nordeuropas, Sibiriens und Asiens Chaga-Pilze in der Volksmedizin.

Zwar mag dieser knotige, an Kohle erinnernde parasitäre Pilz nicht besonders hübsch anzusehen sein – er wird jedoch sehr geschätzt, denn er stärkt das Immunsystem, bekämpft Krebs und senkt den Cholesterinspiegel. Tatsächlich ist er eines der Naturprodukte mit den höchsten Antioxidantien weltweit – seine antioxidativen Eigenschaften liegen sogar deutlich höher als die von Blaubeeren.
 
Mit einem wachsenden Profil in der westlichen Welt werden Chaga-Pilze nun im industriellen Maßstab "angebaut".
Tief in den Wäldern Finnlands betreibt KÄÄPÄ Forest – eine Abteilung von KÄÄPÄ Biotech – das weltweit größte Netzwerk für die Kultivierung von Chaga-Pilzen.
 
Als einer der weltweit führenden Innovationstreiber der nachhaltigen Pilzzucht hat KÄÄPÄ Biotech modernste Technologien eingeführt – darunter den Einsatz fotorealistischer 3D-Scans, um das Pilzwachstum bewerten zu können.
Nahaufnahme eines Chaga-Pilzes.
Mit freundlicher Genehmigung von KÄÄPÄ Biotech

Fotorealistisches 3D-Scannen für höchste Genauigkeit

 
Wer Chaga-Pilze züchten will, muss sich dem langfristig widmen.
 
Die Wissenschaftler bei KÄÄPÄ Forest bringen Chaga-Sporen in lebende Birken ein und lassen den Pilz zehn bis fünfzehn Jahre lang gedeihen. Während dieses Zeitraums durchläuft der Pilz eine Phase raschen Wachstums, durchbricht die Baumrinde und ist dann erntebereit.
 
"Der Chaga wurde in vielen Teilen der Welt massiv übergeerntet", erklärt Heikki Kiheri, Scientific Director bei KÄÄPÄ Biotech. "Eine einzelne Knolle kann Jahrzehnte brauchen, um am Baum zu wachsen – und es ist grundsätzlich nicht nachhaltig, ihn in großen Mengen zu ernten."

In Finnland wurde die Regierung aktiv und reglementiert die Ernte von Chaga, um eine übermäßige Ausbeutung dieser wertvollen Ressource zu verhindern.
 
Die effektive Produktion von Chaga in Wäldern – geschweige denn auf nachhaltige und regulierte Weise – war nie garantiert. In den Anfangstagen war sich niemand sicher, ob es überhaupt möglich war, einen Baum zu impfen und Chaga von Grund auf wachsen zu lassen.

Aber wenn es irgendwo einen Ort geben sollte, wo das möglich ist, dann in Finnland. Das Land blickt auf eine stolze Geschichte der Pflege von Nutzwäldern zurück – einem Ansatz zur Waldbewirtschaftung, der Nachhaltigkeit mit dem Schwerpunkt auf der Unterstützung von Lebensgrundlagen, Branchen sowie wichtigen Umweltdienstleistungen verbindet.
 
"Die Leute glaubten nicht wirklich, dass es möglich sei, Chaga in Wäldern anzubauen", erklärt Franz Bertenbreiter Félix, R&D Operations Specialist bei KÄÄPÄ Biotech. "Heute haben wir fast zwei Millionen Bäume in ganz Finnland geimpft", fügt Kiheri hinzu.
 
Das Team von KÄÄPÄ Forest zieht jedes Jahr los, um zu untersuchen, wie der Chaga wächst – und genau hier kommt RealityScan Mobile ins Spiel.
Ein Wissenschaftler scannt einen Chaga-Pilz mit RealityScan Mobile.
Mit freundlicher Genehmigung von KÄÄPÄ Biotech
Sie verwenden ein Mobilgerät, um Bilder der Pilze aufzunehmen, die von der Anwendung dann zu einem höchst detaillierten 3D-Modell rekonstruiert werden. Durch regelmäßige Wiederholung des Vorgangs kann das Team die sich ergebenden Modelle im Laufe der Zeit vergleichen und eine genaue visuelle Darstellung des Pilzes erhalten, während er sich entwickelt.
 
"RealityScan Mobile bietet uns eine sehr schnelle Möglichkeit, den Chaga zu scannen und sein Wachstum Jahr für Jahr zu vermessen", erläutert Kiheri.

KÄÄPÄ kann den Fortschritt dann mit Forschern, Investoren weltweit und den Landwirten teilen – alles in fotorealistischen Details.

Abseits ihrer kommerziellen Ziele hinaus setzen sich die Wissenschaftler bei KÄÄPÄ Forest dafür ein, den Chaga für kommende Generationen zu bewahren. Der Anbau von Chaga bedeutet Vorteile für die Biodiversität und das Klima – die Mengen an Pilzen und Totholz im Wald bilden starke Indikatoren für die Biodiversität, und der Chaga-Anbau stärkt beides. Er erhöht umgehend das Vorkommen von Pilzen im Wald und unterstützt so direkt die allgemeine Gesundheit des Ökosystems.

"Unser Ziel ist, die Zukunft des Chaga zu sichern – und ein wichtiger Teil dieser Mission ist, die Art und Weise zu optimieren, wie er gezüchtet wird", so Kiheri. "Darum ist RealityScan Mobile für uns so bedeutsam: Es hilft uns, verantwortungsbewusster zu kultivieren und letztlich den Chaga langfristig zu schützen."
3D-Modell eines Chaga-Pilzes in RealityScan Mobile.
Mit freundlicher Genehmigung von KÄÄPÄ Biotech

Den Chaga-Anbau ins 21. Jahrhundert bringen

 
Kiheri erläutert, dass es schwierig war, eine Methode zur Beurteilung des Wachstums festzulegen, als das Team begann, das Wachstum des Chaga an seinen Waldstandorten zu untersuchen.
 
"Man kann ihn visuell begutachten und sagen: 'Sieht so aus, als würde es funktionieren'. Aber um das wirklich zu verstehen und die Zukunft vorherzusagen, braucht man präzisere Methoden", sagt er.

Diese Erkenntnis führte sie zum 3D-Scannen. Nach der Begutachtung einer Reihe wissenschaftlicher Gerätschaften – "Es gibt verschiedene Gerätetypen, aber sie sind ziemlich teuer und der Einsatz im Feld gestaltet sich herausfordernd", so Kiheri – entschied sich das Team für RealityScan Mobile.

"Ich bin seit einigen Jahren im Bereich Ökologie tätig und die meisten Methoden, die man da zur ökologischen Messung anwendet, sind sehr altmodisch", so Kiheri. "Man legt ein Maßband ran, geht raus und macht Transekte, misst die Höhen und Breiten und alles andere. Bei Teilen meiner bisherigen Tätigkeit hätte ich mir Hunderte Stunden ersparen können, hätte mir damals schon [RealityScan Mobile] zur Verfügung gestanden."

Neben der erheblichen Zeitersparnis vor Ort birgt eine Nutzung von RealityScan Mobile das Potenzial, den gesamten Vorgang der Pilzbeobachtung kosteneffizienter zu gestalten – und zudem akkuratere Daten bereitzustellen.
 
Da verschiedene Teammitglieder in den Wald gingen, um die Chaga mit Messschiebern zu vermessen – oft mit einem zeitlichen Abstand von Jahren zueinander –, konnten die Messungen stark variieren und sich Ungenauigkeiten einschleichen.
Die traditionelle Methode zur Chaga-Vermessung per Lineal.
Mit freundlicher Genehmigung von KÄÄPÄ Biotech
Durch das Scannen der Knollen mit RealityScan Mobile erzielt das Team höchste Präzision und liefert deutlich zuverlässigere Daten. "Wir können diese Messung jedes Jahr durchführen, daher haben wir einen sehr starken Datensatz für die Zukunft", so Kiheri.

Die Möglichkeit, derart präzise Messungen einfach durchzuführen, ermöglicht es KÄÄPÄ Forest, das Maximum an Chaga aus jedem Baum herauszuholen – was wiederum den Landbesitzern die beste Rendite bietet und dazu beiträgt, das Geschäftsmodell tragfähig zu halten.

"Die Einfachheit ist, was tatsächlich zählt, denn sie ist der Schlüssel zu guter Wissenschaft", sagt Kiheri. "Jeder kann diese Messungen ohne Verzerrungen oder Fehler durchführen – und mit einer App wie RealityScan Mobile auf dem Handy ist das so einfach wie möglich."
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